Digitaler Minimalismus inkl. Podcast-Empfehlung

Diese Woche hat mich ein Podcast dazu gebracht, ein Wort für meine leichte Aversion gegen Instagram, Facebook & Co. zu erklären. In dem neuen Podcast "Ausgeloggt und losgelebt" von Jan Rein geht es um digitalen Minimalismus bzw. Digital Detox. Bestimmt habt ihr schon von diesen Begriffen etwas gehört - ich bis vor ein paar Tagen nicht bzw. nicht bewusst. Doch auf einmal macht alles wieder Sinn!

Ich liebe mein Offline-Leben. Und ich bin sicher, ihr auch! Viel lieber bin ich offline unterwegs, draußen in der Stadt, im Wald, auf dem Rad oder auf dem Spielplatz mit meinem Sohn. Doch soziale Medien gehören auch zu meinem Alltag. Ich bin auch gerne auf Instagram unterwegs. Ich folge nur Menschen, die mich inspirieren, die ich mag und von denen ich lernen kann. Doch dies ist nicht meine Realität. Manchmal scheint dort alles so perfekt zu sein oder alle sind so mega philosophisch unterwegs. Jeder bildet sich weiter und arbeitet an seiner Selbstoptimierung.

Das kann einen auch unterbewusst echt unter Druck setzen. Außerdem finde ich es eine unglaubliche Zeitverschwendung für unser reales Leben, ewig im Internet abzuhängen, genauso wie früher dieses stundenlange Fernsehen. Wenn wir uns einmal überlegen, wie viel Zeit wir täglich online wahllos rumsurfen anstatt fokussiert im Hier und Jetzt zu sein. Nicht, dass es wieder um mehr Effizienz geht, doch einfach um mehr Leben!

Zeit, die wir uns nehmen, ist Zeit, die uns etwas bringt.

Wir haben eine begrenzte Aufmerksamkeit und Aufnahmefähigkeit. Online wollen alle "Influencer" unsere Likes und Shares haben, denn das bringt Geld. Instagram und Facebook wollen, dass wir ewig auf ihren Seiten abhängen und uns durch klicken. Letztlich vielleicht sogar etwas kaufen.

 

Seit langem benutze ich meine Apps nur noch sehr bewusst. Dabei hilft es mir, mich selbst einmal zu beobachten, wie oft ich mein Handy in die Hand nehme, weil ich anscheinend Ablenkung brauche. Doch statt aufs Handy zu schauen, kann ich einfach mal aus dem Fenster sehen, ein paar Schritte gehen, mir einen Moment der Achtsamkeit schenken und mich fragen, was mich gerade beschäftigt oder vor was ich gerade flüchten möchte. Oder meine Aufmerksamkeit den Menschen schenken, die ich gerade um mich habe. Sei es auf der Arbeit oder in der Familie.

Es geht um mehr Achtsamkeit in Sozialen Medien.

Um mehr digitalen Minimalismus in unser Leben zu integrieren, können wir anfangen, Personen und Seiten zu ent-folgen, die uns eigentlich mehr negativ als positiv beeinflussen oder die uns einfach nur egal sind.

 

Ich habe übrigens auch kein mobiles Internet, sodass ich wirklich nur zu Hause oder an anderen festen Orten Internetzugang habe. Das ist total hilfreich, wenn wir nicht andauernd auf unser Smartphone schauen möchten. Am Abend schalte ich um auf den Flugmodus, um im Schlaf und am Morgen nicht durch Nachrichten gestört zu werden.

Wir können anfangen zu überlegen, was wir statt dem wahllosen Rumsurfen im Netz gerne wieder tun würden. Was wir mit einer Stunde kummuliert am Tag mehr anfangen können. Wieder Yoga machen, Nähen, Laufen gehen, Basteln, Klavier spielen, singen, Bücher lesen, Malen, Briefe schreiben... was auch immer du gerne machst aber denkst, dafür keine Zeit zu haben.

Ich bin gespannt, was ihr über dieses Thema denkt! Habt ihr euch schon einmal bewusst mit digitalen Minimalismus auseinander gesetzt? Ich freue mich über eure Meinungen!

Sonnige Grüße,
Anja

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Kommentare: 3
  • #1

    Jan Rein (Sonntag, 08 April 2018 16:52)

    Hi Anja,
    schön, dass du meinen Podcast hörst und hier sogar empfiehlst. Hab vielen Dank!

    Liebe Grüße
    Jan

  • #2

    Anja (Sonntag, 08 April 2018 22:40)

    Hallo Jan, danke dir für den tollen Podcast und den wertvollen Input, den du damit in die Welt trägst!

  • #3

    Maika (Donnerstag, 12 April 2018 16:01)

    Voll der schöne Podcast! Merci!