Celebrate the little things!

Ich erinnere mich gerne zurück an die letzten Monate - an das erste Jahr mit meinem Sohn. So richtig 100%ig realisiert, dass er nun endlich da ist, habe ich noch nicht. Manchmal scheint es noch wie ein Traum. Es war doch nur ein winziger und zugleich riesiger Moment: die Geburt meines Sohnes. Ein Tag, der mein Leben so unglaublich verändert und vollständig gemacht hat.

 

Da war er nun. Vollkommen perfekt. Ein winziger Mensch und bereits eine eigene Person. Von Beginn an habe ich ihn so sehr respektiert. Ich habe sein Schreien, seine Bewegungen, seine Reaktionen ganz genau verfolgt und studiert. Ich bin zur Expertin für diesen kleinen Menschen geworden.

 

Meine Gedanken und Gefühle, unsere gemeinsamen Erfahrungen - die Geburt, erste Besuche, Ausflüge und Reisen - und die Entwicklungssprünge meines Sohnes halte ich in einem kleinen Büchlein fest.

 

Celebrate the little things.

 

Das steht auf dem Notizbuch, dass ich während der Schwangerschaft zufällig in einem Buchladen entdeckt habe. Spontan bekam ich den Einfall, es als eine Art Baby-Tagebuch für Anton zu nutzen.

Jede Zeit ist magisch.

 

Da ist dieses Neugeborene, so hilflos, so neu! Unglaublich faszinierend anzusehen.

 

Da ist der Säugling. Das erste halbe Jahr. Die ersten Beobachtungen. Die ersten gezielten Handbewegungen.

 

Da ist das Krabbelbaby. Langsam wird die Umgebung erkundet. Dann immer schneller und schneller.

 

Und schwups! Das erste Babyjahr ist vorbei. Nun ist mein Baby doch mehr Kleinkind als Baby.

Bewusst und achtsam jeden Tag mit meiner Familie zu leben - darin übe ich mich. Das ist nicht immer einfach. Oft frisst der Alltag so gerne die kostbaren Sekunden, Minuten, Stunden einfach auf.

 

Doch immer mehr besinne ich mich auf das Hier und Jetzt. Ich bin da, mein Sohn ist da, sein Papa ist da. Wir schauen uns an, lachen, machen Quatsch, schreien um die Wette, bauen riesige Türme, bringen diese zum Einstürzen, freuen uns über alles, was Anton neu entdeckt und lernt.

 

All das halte ich gerne in dem kleinen Büchlein fest. Im Nachhinein finde ich es immer schön, etwas in diesen besonderen Erinnerungen zu schwelgen. So schreiben Trung und ich das Buch für Anton und an ihn gerichtet. In ein paar Jahren werden wir es ihm schenken.

 

Vielleicht spürt er dann durch unsere Worte den Zauber dieser ersten gemeinsamen Jahre, an die er sich nicht mehr erinnern wird, die aber die wichtigsten seines Leben sein werden.

 

In Liebe,

Anja

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